Lastbank
Eine Lastbank — englisch Load Bank — ist ein künstlicher Verbraucher. Sie nimmt eine einstellbare elektrische Leistung auf und setzt sie über Widerstände in Wärme um. So lässt sich eine Stromquelle oder eine ganze Anlage prüfen, ohne dass die eigentlichen Verbraucher schon da sind oder riskiert werden.
Die einzelnen Widerstandselemente heißen Lastwiderstände. Bei Rack-Lastbänken steckt meist ein solcher Widerstand samt Lüfter in einem Gehäuse, das wie ein Server in das Rack eingebaut wird.
Bauarten
| Bauart | Last | Prüft |
|---|---|---|
| ohmsche Lastbank | reine Wirkleistung | Leistung und Temperaturverhalten |
| ohmsch-induktive Lastbank | Wirk- und Blindleistung | Generatoren unter realistischem Leistungsfaktor |
| Rack-Lastbank | Wirkleistung, Bauform eines Servers | Strom und Kühlung im Rechenzentrum |
Große Lastbänke für Kraftwerke und Notstromaggregate stehen in Containern oder auf Anhängern und nehmen mehrere Megawatt auf. Ihre Wärme geben sie über Gebläse direkt an die Außenluft ab.
Im Rechenzentrum
Abnahme. Bevor die ersten Server einziehen, wird ein Rechenzentrum mit Lastbänken in Betrieb genommen. Rack-Lastbänke in der Data Hall erzeugen dieselbe Wärme wie spätere IT, damit sich Stromversorgung, USV und Kühlung gemeinsam prüfen lassen. Ein Container-Rechenzentrum wird so schon im Werk getestet — mit einigen Dutzend Lastwiderständen à wenige Kilowatt.
Ausfalltest. Beim Black Building Test wird das Netz unter Last abgeschaltet. Erst mit realer oder simulierter Last zeigt sich, ob USV überbrücken, Netzersatzanlage anläuft und die Kühlung ohne Unterbrechung weiterläuft.
Generatorbetrieb. Dieselaggregate werden regelmäßig probegefahren. Laufen sie dabei mit sehr wenig Last, verbrennt der Kraftstoff unvollständig, und im Abgassystem lagern sich Rückstände ab — englisch Wet Stacking. Eine Lastbank sorgt beim Probelauf für ausreichende Last.