Unterhaltungselektronik
Die Kategorie Unterhaltungselektronik umfasst jene Geräte und Standards, die im privaten Umfeld für die Wiedergabe, Aufzeichnung und Verteilung von Audio- und Videomaterial eingesetzt werden. Vom klassischen Fernsehen bis hin zu modernen Festplattenrecordern reicht das Spektrum, wobei technische Parameter wie das Kontrastverhältnis oder der Klirrfaktor entscheidend für die Wiedergabequalität sind. Neben der reinen Hardware spielen auch Schnittstellen und Protokolle eine zentrale Rolle: Digitale Audioübertragung erfolgt häufig über TOSLINK oder die Sony/Philips Digital Interface, während für Satellitenempfang Komponenten wie der Low Noise Block Converter und Steuerungsprotokolle wie Digital Satellite Equipment Control zum Standard gehören.
Für den Empfang verschlüsselter Programme kommen Conditional Access Module und Systeme wie Nagravision zum Einsatz, wobei der Digital Video Broadcasting - Satellite 2 Standard die Übertragung definiert. Die Bedienung dieser Geräte wird durch On Screen Display-Menüs erleichtert, und Funktionen wie ShowView vereinfachen die programmierte Aufnahme. Einige Standards, etwa das Syndicat des Constructeurs d'Appareils Radiorecepteurs et Televiseurs, sind historisch geprägt oder beziehen sich auf spezifische Marktsegmente, während andere wie die Helligkeit (Brightness) grundlegende Bildeinstellungen betreffen. Insgesamt spiegelt diese Kategorie die Vielfalt an Technologien wider, die zusammen eine reibungslose und qualitativ hochwertige Unterhaltungselektronik im Haushalt ermöglichen.
- Blu-ray Disc Blu-ray Disc ist ein Datenträger mit 12 cm Durchmesser und bis zu 27 GB Speicherkapazität, die zweilagige Version fasst 54 GB und gilt als Nachfolger der DVD.
- Brightness Brightness ist der englische Begriff für Helligkeit und bezeichnet den entsprechenden Regler an Fernsehern oder Monitoren zur Einstellung der Bildhelligkeit.
- CD-Rohling CD-Rohling ist die deutsche Bezeichnung für eine beschreibbare CD (Compact Disc Recordable), die mit einem CD-Writer (Brenner) beschrieben werden kann.
- Conditional Access Module (CAM) Ein Conditional Access Module (CAM) ist ein Dekodiermodul für Digitalfernsehen, das in den CI-Slot eines Digitalreceivers gesteckt wird und die Smartcard des Fernsehsenders aufnimmt.
- Digital Living Network Alliance (DLNA) Die Digital Living Network Alliance (DLNA) ist eine Herstellervereinigung, die die Interoperabilität von Multimedia-Geräten verschiedener Hersteller durch Zertifizierung und das DLNA-Logo sicherstellt.
- Digital Satellite Equipment Control (DiSEqC) Digital Satellite Equipment Control (DiSEqC) ist ein Protokoll zur Steuerung von Satellitenantenen über ein moduliertes 22 kHz-Signal und ermöglicht unter anderem das Umschalten zwischen Antennen, die Wahl der Polarisationsebene und die Steuerung von Rotorantennen mit Rückkanal.
- Digital Video Broadcasting - Satellite 2 (DVB-S2) DVB-S2 (Digital Video Broadcasting - Satellite 2) ist eine effizientere Weiterentwicklung von DVB-S mit besserer Kanalausnutzung und nutzt H.264/MPEG-4/AVC zur Videokompression.
- Festplattenrecorder Ein Festplattenrecorder zeichnet Fernsehsendungen oder Videosignale auf eine Festplatte auf und ermöglicht komfortables Abspielen sowie zeitversetztes Fernsehen per Time-Shift-Funktion.
- Klirrfaktor Der Klirrfaktor bezeichnet den prozentualen Anteil nichtlinearer Verzerrungen eines Signals. Für akustische Signale sollte er möglichst gering sein, da Werte zwischen 0,5 und 5 Prozent je nach Frequenz vom menschlichen Gehör als störend empfunden werden.
- Kontrastverhältnis Das Kontrastverhältnis gibt das Verhältnis zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt einer Anzeige an und wird unter anderem bei Beamern oder Bildschirmen angegeben.
- Low Noise Block Converter (LNB) Ein Low Noise Block Converter (LNB) wandelt Mikrowellensignale von Satelliten in niedere Frequenzen um und sitzt im Brennpunkt einer Parabolantenne.
- Nagravision Nagravision ist ein Conditional Access System zur Verschlüsselung von Pay-TV-Sendern und wird unter anderem bei Premiere und Kabel Deutschland für Kabel Digital eingesetzt.
- On Screen Display (OSD) Das On Screen Display (OSD) bezeichnet die Einblendung von Menüs und Statusinformationen direkt in Bildschirme von Fernsehern, Festplattenrecordern und Monitoren.
- ShowView ShowView verschlüsselte Sender, Startzeit und Dauer einer Sendung in eine Zahlenfolge zur Programmierung von Videorekordern.
- Sony/Philips Digital Interface (S/P-DIF) Das Sony/Philips Digital Interface (S/P-DIF) ist eine Schnittstelle zur Übertragung von digitalen Audiosignalen und nutzt Steckertypen wie Cinch, koaxiale Mono-Klinkenstecker (ODT) oder optischen TOSLINK.
- Syndicat des Constructeurs d'Appareils Radiorecepteurs et Televiseurs (SCART) SCART (Syndicat des Constructeurs d'Appareils Radiorecepteurs et Televiseurs) ist eine 1978 in Frankreich eingeführte Steckverbindung für Audio- und Video-Signale, die RGB, FBAS und überträgt und ab 1981 in importierte französische TV-Geräte eingebaut werden musste.
- TOSLINK TOSLINK ist ein von Toshiba entwickeltes System für die optische Signalübertragung, das Lichtwellenleiter aus Plastik nutzt und in der Unterhaltungselektronik als optische Schnittstelle von S/P-DIF eingesetzt wird.