Dedicated Server
Dedicated Server, deutsch dedizierter Server, hat zwei Bedeutungen. Im Hosting ist es ein physischer Server, den ein Anbieter in seinem Rechenzentrum betreibt und an einen einzigen Kunden vermietet. Im Unternehmensnetz ist es ein Server, der nur eine Aufgabe erfüllt, etwa ein dedizierter Fileserver oder Datenbankserver.
Im Hosting
Der Kunde bekommt eine komplette Maschine für sich allein: Prozessoren, Arbeitsspeicher, Festplatten und Netzwerkanschluss teilt er mit niemandem. Der Anbieter stellt Hardware, Strom, Kühlung und Netzanbindung, tauscht defekte Teile und kümmert sich um das Rechenzentrum. Was auf dem Server läuft, verantwortet der Kunde.
Im Vergleich
| Angebot | Hardware gehört | Geteilt mit anderen | Kunde verantwortet |
|---|---|---|---|
| Webhosting | Anbieter | Server, Betriebssystem | nur Inhalte |
| Virtueller Server | Anbieter | physischer Server | Betriebssystem und Anwendungen |
| Dedicated Server | Anbieter | nichts | Betriebssystem und Anwendungen |
| Colocation | Kunde | Rechenzentrum | Hardware, Betriebssystem, Anwendungen |
| Cloud-Instanz | Anbieter | meist physischer Server | je nach Dienst |
Gegenüber dem virtuellen Server bietet der dedizierte Server garantierte Leistung, weil kein Nachbar Prozessor oder Festplatten belastet, und volle Kontrolle bis hinunter zur Hardware. Gegenüber Colocation spart er Kauf, Transport und Austausch der Hardware. Dafür ist er weniger flexibel: Mehr Leistung heißt meist ein neuer Server, nicht ein Klick.
Managed und unmanaged
Unmanaged. Der Anbieter liefert die Hardware mit installiertem Betriebssystem und Fernzugang, alles Weitere macht der Kunde: Updates, Sicherheit, Datensicherung.
Managed. Der Anbieter übernimmt zusätzlich Betriebssystem, Updates, Überwachung und oft die Datensicherung. Der Kunde kümmert sich nur noch um seine Anwendungen.
Root-Server
Im deutschen Hosting heißen Server, auf denen der Kunde volle Administratorrechte hat, oft Root-Server, nach dem Benutzer root unter Unix. Der Begriff stand anfangs für dedizierte Server, wird heute aber auch für virtuelle Server verwendet. Ein Root-Server ist also nicht automatisch dediziert.
Bare Metal
Bare Metal bezeichnet dedizierte Server, die sich wie Cloud-Instanzen bestellen und abrechnen lassen: per Schnittstelle, in Minuten bereitgestellt, oft stundenweise bezahlt. Technisch ist es dasselbe — ein physischer Server ohne Virtualisierungsschicht des Anbieters.
Im Unternehmensnetz
Hier meint dediziert die Aufgabe, nicht den Mieter: Ein Server, der nur Dateien bereitstellt, ist ein dedizierter Fileserver; einer, der nur die Datenbank betreibt, ein dedizierter Datenbankserver. Die Trennung macht Last und Fehler berechenbarer und erleichtert Wartung und Absicherung. Seit Virtualisierung verbreitet ist, übernehmen meist virtuelle Maschinen diese Rolle; dediziert bleiben vor allem Systeme mit hohen Anforderungen an Leistung oder Lizenzbedingungen, die an physische Hardware gebunden sind.