Serverfarm

Eine Serverfarm besteht aus vielen gleichartigen Servern, die zusammen eine Aufgabe übernehmen: Webseiten ausliefern, E-Mails verarbeiten, Datenbankanfragen beantworten. Fällt ein Server aus, übernehmen die anderen. Reicht die Leistung nicht, kommen weitere hinzu.

Aufbau einer Serverfarm

Vor den Servern sitzt ein Load Balancer, der eingehende Anfragen verteilt. Er prüft laufend, welche Server antworten, und nimmt ausgefallene aus der Verteilung. Damit erfüllt die Serverfarm zwei Ziele zugleich:

  • Skalierung: Mehr Last wird mit mehr Servern abgefangen, nicht mit größeren.
  • Ausfallsicherheit: Kein einzelner Server ist für den Dienst unverzichtbar.

Die Server einer Farm sind in der Regel identisch konfiguriert und halten keine Daten, die nur bei ihnen liegen. Die Daten selbst liegen in gemeinsamen Speichersystemen oder replizierten Datenbanken.

Abgrenzung

Rechenzentrum. Das Gebäude mit Stromversorgung, Kühlung und Sicherheit. Ein Rechenzentrum beherbergt viele Serverfarmen verschiedener Dienste und Kunden. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe oft gleichgesetzt, vor allem bei den großen Anlagen der Hyperscaler.

Cluster. Ein enger gekoppelter Verbund, dessen Knoten gemeinsam an einer Aufgabe rechnen oder sich gegenseitig vertreten, etwa bei Datenbanken oder im Hochleistungsrechnen. Eine Serverfarm verteilt dagegen unabhängige Anfragen auf unabhängige Server.

Serverraum. Ein einzelner Raum mit IT-Technik, meist im Bürogebäude eines Unternehmens.

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