Jargon

In der Netz- und Kommunikationstechnik hat sich ein spezifischer Jargon etabliert, der sowohl Fachwissen als auch eine eigene kulturelle Haltung widerspiegelt. Viele dieser Ausdrücke sind Abkürzungen aus dem englischsprachigen Raum, die im beruflichen Austausch, in Foren und in der Systemadministration verwendet werden. So stehen Kürzel wie „as soon as possible“ oder „thanks in advance“ für typische Kommunikationsmuster, während „in my humble opinion“ oder „laughing out loud“ die informelle Ebene der Diskussionen kennzeichnen. „rolling on the floor laughing“ ist ein weiteres gebräuchliches Akronym für Heiterkeit.

Der Jargon umfasst auch ironische und teils derbe Bezeichnungen für Technik und deren Nutzer. Ein „n00b“ ist ein unerfahrener Anwender, während der „dümmste anzunehmende User“ und der „Geek“ gegensätzliche Pole der Nutzerkultur darstellen. „Social Engineering“ beschreibt die Manipulation von Menschen, um Zugang zu Systemen zu erlangen. Werkzeuge wie das „Luser Attitude Readjustment Tool“ oder die Aufforderung „read the fucking manual“ verweisen auf den Frust von Administratoren.

Der „Bastard Operator from Hell“ und das „Scary Devil Monastery“ sind mythische Orte oder Figuren in diesem Kosmos. Technische Phänomene wie „Martian Packet“ (unerwünschte Datenpakete) oder „dead on arrival“ (defekte Hardware) sind ebenfalls fest verankert.

Darüber hinaus finden sich Begriffe aus der Praxis der Systemwartung, etwa „field replaceable unit“ oder „pizzabox“ für flache Gehäuse. „Kaltakquise“ und „retail“ sowie „bulk“ beschreiben Vertriebsformen, während „carbon copy“ und „for your amusement“ oder „I am not a lawyer“ die Kommunikation prägen. „Fear, uncertainty and doubt“ ist eine bekannte Taktik in der IT-Branche. Das „plenken“ wiederum beschreibt einen spezifischen Forenverstoß.