International Mobile Subscriber Identity

Abkürzung: IMSI

Die IMSI identifiziert ein Teilnehmerverhältnis im Mobilfunknetz. Sie ist auf der SIM gespeichert und höchstens 15 Ziffern lang.

Die IMSI ist die weltweit eindeutige Kennung, unter der ein Teilnehmerverhältnis im Mobilfunk geführt wird. Sie dient der Identifikation gegenüber dem Netz — bei der Anmeldung, der Authentisierung und der Zuordnung im Teilnehmerregister. Anders als die MSISDN ist sie keine wählbare Rufnummer, sondern eine netzinterne Größe, die nach außen nicht in Erscheinung tritt.

Festgelegt ist sie im Nummerierungsplan ITU-T E.212 und in 3GPP TS 23.003.

Aufbau

Die IMSI umfasst höchstens 15 Ziffern und gliedert sich in drei Teile:

TeilBezeichnungLänge
MCCMobile Country Code3 Ziffern
MNCMobile Network Code2 oder 3 Ziffern
MSINMobile Subscriber Identification NumberRest

Der MCC bezeichnet das Land des Heimatnetzes und wird von der ITU vergeben; Deutschland trägt die 262. Der MNC benennt das Netz innerhalb dieses Landes und wird von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde zugeteilt. Die MSIN identifiziert schließlich den einzelnen Teilnehmer innerhalb des Netzes und füllt die verbleibenden Stellen.

MCC und MNC zusammen ergeben den Public Land Mobile Network Identifier — die Kennung, an der ein Endgerät erkennt, in welchem Netz es sich befindet, und anhand derer beim Roaming entschieden wird, an welches Heimatnetz eine Anfrage weiterzuleiten ist.

Für Prüf- und Laborzwecke ist die Kombination aus MCC 001 und MNC 01 reserviert; sie wird keinem realen Netz zugeteilt.

Speicherort

Die IMSI liegt im SIM-Profil, bei einer eSIM entsprechend im aufgespielten Profil. Sie wandert damit mit dem Teilnehmerverhältnis von Gerät zu Gerät, während die IMEI als Gerätekennung fest im Endgerät bleibt.

Die Gegenstelle bildet das Teilnehmerregister des Heimatnetzes — historisch das HLR, in LTE-Netzen das HSS, in 5G-Netzen das UDM. Dort ist hinterlegt, welche MSISDN, welche Dienstberechtigungen und welche Schlüssel zu einer IMSI gehören.

Abgrenzung zu MSISDN und ICCID

Drei Nummern beschreiben denselben Anschluss aus unterschiedlichen Blickwinkeln und werden regelmäßig verwechselt:

  • Die IMSI identifiziert das Teilnehmerverhältnis gegenüber dem Netz.
  • Die MSISDN ist die Rufnummer, unter der der Teilnehmer von außen erreichbar ist.
  • Die ICCID ist die Seriennummer der SIM-Karte selbst, 19 bis 20 Ziffern lang, nach ITU-T E.118 vergeben und meist auf der Karte aufgedruckt.

Die ICCID bezeichnet also den Datenträger, die IMSI das darauf gespeicherte Teilnehmerverhältnis und die MSISDN dessen Erreichbarkeit. Alle drei können unabhängig voneinander wechseln: Bei einem Kartentausch bleiben IMSI und MSISDN erhalten, bei einer Rufnummernmitnahme wechselt die MSISDN, nicht aber die IMSI.

Manche SIM-Profile enthalten mehrere IMSIs, zwischen denen umgeschaltet werden kann. Genutzt wird das vor allem, um beim Roaming oder in Anwendungen der Maschinenkommunikation günstigere Netzzugänge zu wählen, ohne die Karte zu tauschen.

Schutz der IMSI

Weil die IMSI dauerhaft einem Teilnehmer zugeordnet ist, ist ihre Übertragung datenschutzrelevant. Wer sie mitliest, kann ein Endgerät über Zeit und Ort hinweg wiedererkennen.

Netze vermeiden deshalb, die IMSI mehr als nötig zu übertragen. Nach der ersten Anmeldung erhält das Endgerät eine temporäre Kennung, die nur lokal gilt und regelmäßig gewechselt wird; die eigentliche IMSI bleibt danach im Funkverkehr unsichtbar.

Dieser Schutz war jedoch lückenhaft, solange die IMSI beim erstmaligen Einbuchen unverschlüsselt übertragen wurde. Genau dort setzen IMSI-Catcher an: Sie geben sich als Funkzelle aus und veranlassen Endgeräte in ihrer Umgebung, ihre IMSI preiszugeben.

In 5G-Netzen ist diese Lücke geschlossen. Die dauerhafte Kennung heißt dort SUPI und wird nie im Klartext über die Luftschnittstelle gesendet. Stattdessen überträgt das Endgerät eine verschlüsselte Form, die nur das Heimatnetz auflösen kann. Die IMSI bleibt dabei als eine mögliche Ausprägung der SUPI erhalten — sie wird lediglich nicht mehr offen übertragen.

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