Telekommunikation
Telekommunikation umfasst zwei Ebenen, die sich technisch klar trennen lassen: die Übertragung, also Leitung oder Funkstrecke zwischen den Teilnehmern, und die Vermittlung, die entscheidet, wo ein Anruf ankommt und unter welchen Bedingungen. Auf der Übertragungsseite geht es um Anschlusstechnik wie die Teilnehmeranschlussleitung, um Reichweiten und Bandbreiten. Auf der Vermittlungsseite um Signalisierung, Rufnummern und Dienste.
Der deutsche Sprachraum hat hier einen Bruch erlebt, der die Terminologie bis heute prägt. Bis weit in die 2010er Jahre war ISDN der Standard für Geschäfts- und Privatanschlüsse; mit der All-IP-Migration läuft Telefonie inzwischen über SIP und damit über dieselben Netze wie der Datenverkehr. Die Funktionen sind dabei nicht verschwunden. Rufumleitung, Anklopfen oder Rufnummernunterdrückung arbeiten weiter, tragen dieselben Kürzel und heißen in Telefonanlagen unverändert so. Wer heute eine VoIP-Anlage einrichtet, hantiert mit Begriffen aus der ISDN-Zeit - eine Übersicht dazu bieten die Leistungsmerkmale der Telefonie.
Beim Nachschlagen hilft eine zweite Unterscheidung: Manche Funktionen liegen im Netz des Anbieters, andere in der Telefonanlage beim Kunden. Eine Umleitung in der Vermittlungsstelle belegt keinen eigenen Sprachkanal, dieselbe Umleitung in der Anlage schon. Diese Grenze erklärt, warum es zu scheinbar gleichen Funktionen mehrere Begriffe gibt.
Dazu kommen die Randgebiete: Mobilfunk, Satellitentelefonie, drahtlose Endgeräte nach DECT sowie der Ausbau der Zugangsnetze bis hin zu FTTH.
Knowledge Hubs
- Strukturierte Verkabelung Strukturierte Verkabelung erklärt: Primär-, Sekundär- und Tertiärbereich, die 90-Meter-Regel, Kategorien von Cat 5e bis Cat 8, Schirmung und Abnahmemessung.
- 5G (5G) 5G ist die fünfte Mobilfunkgeneration. Im verbreiteten nicht eigenständigen Betrieb nutzt sie weiterhin ein LTE-Kernnetz.
- a/b-Adapter Ein a/b-Adapter wandelt digitale ISDN-Signale in analoge um, sodass analoge Endgeräte an einem ISDN-Anschluss betrieben werden können, angeschlossen über RJ45 an den S0-Bus.
- Additional Equipment Interface (AEI) AEI ist eine Schnittstelle für Headsets an Telefonen
- Advanced Multifunctional Operator Service System (ADMOSS) Advanced Multifunctional Operator Service System (ADMOSS) ist ein Callcenter-System von Siemens, das Anrufverteilung, Ansagen, Interactive Voice Response (IVR), Call processing und Vergebührungsfunktionen unterstützt.
- Akustikkoppler Ein Akustikkoppler ist ein Gerät zur Datenübertragung über das Telefon, das Daten in hörbare Töne umwandelt und mit einem Telefonhörer verbunden wird, wobei die Anwahl manuell erfolgt – es war der Vorläufer des Modems.
- Amtliches Verzeichnis der Ortsnetzkennzahlen (AVON) Das amtliche Verzeichnis der Ortsnetzkennzahlen (AVON) listet alle deutschen Vorwahlen nach Ortsnetzen auf.
- Anlagenanschluss Der Anlagenanschluss ist ein ISDN-Anschlusstyp für Telefonanlagen mit einem zugewiesenen Rufnummernblock aus Rumpfnummer und Durchwahlen. Mehrere Anschlüsse können die B-Kanal-Zahl erhöhen.
- Apothekerschaltung Die Apothekerschaltung ist eine Telekommunikationsverbindung, bei der eine Türsprecheinrichtung mit einem Anrufbeantworter oder Telefonanschluss gekoppelt wird, sodass Besucher Nachrichten hinterlassen können.
- Ausbaudefizit Ein Gebiet mit Ausbaudefizit ist ein Bereich, für den im Vorausschauzeitraum weder Netzausbau noch nennenswerte Modernisierung angekündigt ist.
- Automatische Wechselschalter-Anschlussdose (AWADo) Die Automatische Wechselschalter-Anschlussdose (AWADo) erlaubt den Anschluss mehrerer Endgeräte an einen analogen Telefonanschluss, wobei immer nur ein Gerät aktiv sein kann.
- Autovon Autovon ist ein Telefonsystem des amerikanischen Verteidigungsministeriums (DoD) und dient der militärischen Kommunikation.
- Basic Rate Interface (BRI) Basic Rate Interface (BRI) ist ein ISDN-Interfacetyp mit einem D-Kanal (16 kBit/s) und zwei B-Kanälen (je 64 kBit/s).
- Bearer Channel (B-Kanal) Der B-Kanal (Bearer Channel) ist der Trägerkanal im ISDN zur Übertragung von Nutzdaten mit einer Bandbreite von 64 kbit/s, verfügbar mit zwei Kanälen beim Basisanschluss oder 30 beim Primärmultiplexanschluss.
- Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Deutschland, für die reservierte Frequenzbänder vorgesehen sind.
- Breitband-Anschlußeinheit (BBAE) Der DSL-Splitter wird bei der Deutschen Telekom als Breitband-Anschlußeinheit (BBAE) oder NTBBAE bezeichnet und trennt das DSL-Signal vom Telefonsignal.
- Breitbandatlas Der Breitbandatlas stellt die Breitbandversorgung in Deutschland kartografisch dar — auf Grundlage von Meldungen der Netzbetreiber.
- Broadband Remote Access Server (BRAS) Der Broadband Remote Access Server (BRAS) terminiert in ADSL-Netzen die Sessions der Internetnutzer und übernimmt Authentification, Authorization und Accounting (AAA).
- Bundesnetzagentur (BNetzA) Die Bundesnetzagentur reguliert in Deutschland Telekommunikation, Post, Energie und Eisenbahn. Sie verwaltet Frequenzen und Rufnummern.
- Busy Hour Call Attempts (BHCA) Die Busy Hour Call Attempts (BHCA) geben die Belegungsversuche in der Hauptverkehrsstunde in der Telefontechnik an und werden zur Dimensionierung von Vermittlungsstellen genutzt.
- Bündelfunk Bündelfunk ist ein Funksystem für geschlossene Benutzergruppen wie Rettungsdienste oder Taxiunternehmen, das mit dynamischer Kanalauswahl und gebündelten Kanälen Sprache und Daten überträgt.
- Called Party Called Party, auch B-Teilnehmer genannt, bezeichnet in der Telefontechnik den angerufenen Teilnehmer.
- Central Office (CO) Central Office (CO) ist die englische Bezeichnung für eine Vermittlungsstelle, in der die Teilnehmeranschlussleitungen enden.
- Central Office Equipment (COE) Central Office Equipment (COE) bezeichnet Geräte in einer Vermittlungsstelle (VSt) wie den DSLAM.
- Central Office Exchange (Centrex) Centrex (Central Office Exchange) stellt Leistungsmerkmale einer Telefonanlage über das öffentliche Telefonnetz bereit, sodass der Kunde keine eigene Anlage anschaffen muss.
- Channel Service Unit/Data Service Unit (CSU/DSU) Channel Service Unit/Data Service Unit (CSU/DSU) terminiert eine Datenleitung und ist eine Art Modem.
- Codec Codec (codiert und decodiert Signale) wird zur digitalen Übertragung von Sprache, Audio- und Videodaten sowie als Soft- oder Hardware eingesetzt.
- Comfort Noise Generation (CNG) Comfort Noise / Komfortrauschen sorgt bei digitaler Sprachübertragung für ein leichtes Hintergrundrauschen in Sprachpausen, um beim Empfänger keinen Abbruch-Eindruck zu erzeugen.
- Common ISDN Application Programming Interface (CAPI) Common ISDN Application Programming Interface (CAPI) ist eine Software-Schnittstelle, die Anwendungen den Zugriff auf ISDN-Funktionen ermöglicht.
- Computer Telephony Integration (CTI) Computer Telephony Integration (CTI) bezeichnet die computerunterstützte Steuerung von Telefonie, um Telefon- und Datenanwendungen zu verknüpfen.
- Customer Premises Equipment (CPE) Customer Premises Equipment (CPE) bezeichnet kundeneigene Geräte zum Anschluss an ein Daten- oder Telefonnetz, wie Modems oder Telefone.
- Data Channel (D-Kanal) Data Channel (D-Kanal) ist der Signalisierungskanal im ISDN-Netz zur Übertragung von Steuerinformationen mit 16 kbit/s am Basisanschluss und 64 kbit/s am Primärmultiplexanschluss.
- Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS) DOCSIS ist der Standard für Datenübertragung über Kabelnetze. Er legt fest, wie das Koaxialnetz zwischen Kopfstelle und Modem genutzt wird.
- Data over Voice (DoV) Data over Voice (DoV) bezeichnet die Übertragung von Daten über Sprachverbindungen bei ISDN, etwa um kostenlose Provider-Leitungen zu nutzen; bei Cisco kommt das Kommando dialer voice-call zum Einsatz.
- Digital Enhanced Cordless Telecommunications (DECT) Digital Enhanced Cordless Telecommunications (DECT) ist ein Standard für digitale drahtlose Telefonie mit einer maximalen Sendeleistung von 250 mW und einer Reichweite bis zu 300 Metern im Freien.
- Digital Subscriber Line (DSL) Digital Subscriber Line (DSL), zu Deutsch Digitale Teilnehmeranschlussleitung, ist eine breitbandige Zugangstechnik über Kupferkabel, die in Deutschland als T-DSL vermarktet wird.
- Digital Subscriber Line Access Concentrator (DSLAC) Der Digital Subscriber Line Access Concentrator (DSL-AC) terminiert PPPoE-Verbindungen von Kunden in einem DSL-Netz und verbindet DSLAMs über Glasfaser mit dem Backbone des Providers als Layer-3-Router.
- Digital Subscriber Line Access Multiplexer (DSLAM) DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) ist ein Gerät in der Vermittlungsstelle, das DSL-Verbindungen der Kunden multiplext und den Internet-Zugang via ADSL ermöglicht.
- Digital Subscriber System 1 (DSS1) DSS1 (Digital Subscriber System 1) ist das Signalisierungsprotokoll für den D-Kanal im Euro-ISDN und steuert den Verbindungsaufbau und -abbau.
- Digitale Vermittlungsstelle Fern (DIVF) DIVF (Digitale Vermittlungsstelle Fern) bezeichnet eine von der Deutschen Bundespost genutzte digitale Vermittlungsstelle auf der Fernebene, die heute veraltet ist.
- Digitale Vermittlungsstelle Ort (DIVO) DIVO ist die veraltete Bezeichnung der Deutschen Bundespost für eine digitale Ortvermittlungsstelle im Telefonnetz.
- Drahtlose Hör-Sprechgarnitur (DHSG) DHSG ist der Standard für Funkheadsets an Telefonen.
- Drama Numbers (Filmrufnummern) Drama Numbers sind Rufnummern für Filme und Medien, die dauerhaft niemandem zugeteilt sind. In Deutschland gibt es sie seit 2021.
- Dual Tone Multiple Frequency (DTMF) Dual Tone Multiple Frequency (DTMF) ist das Mehrfrequenzwahlverfahren zur Übertragung der gewählten Rufnummer vom Endgerät zur Vermittlungsstelle, wobei jeder Tastendruck durch eine Mischung zweier Sinustöne repräsentiert wird.
- Dying Gasp Dying Gasp bezeichnet in der Netzwerktechnik ein Signal, das ein Gerät wie ein ADSL-Modem beim Abschalten sendet, damit der DSLAM den Port sauber trennen kann.
- Dynamic Rate Repartitioning (DRR) DRR (Dynamic Rate Repartitioning) wird bei ADSL und VDSL verwendet, um die Datenrate zwischen schnellem und langsamem Pfad neu zu verteilen, ohne die Gesamtdatenrate zu ändern.
- E.164 E.164 ist ein Adressierungs-Standard der ITU für öffentliche Kommunikationsnetze. Eine Rufnummer nach E.164 setzt sich aus Landescode, Ortsnetzkennzahl und Teilnehmernummer zusammen.
- Fiber to the Building (FTTB) Bei FTTB endet die Glasfaser im Gebäude. Innerhalb des Hauses wird die vorhandene Kupfer- oder Koaxialverkabelung weitergenutzt.
- Fiber To The Curb (FTTC) Bei FTTC endet die Glasfaser am Kabelverzweiger. Die letzten Hundert Meter zum Anschluss laufen weiter über die vorhandene Kupferleitung.
- Fibre To The Home (FTTH) Bei FTTH reicht die Glasfaser bis in die Wohnung. Kupfer kommt auf der Anschlussleitung nicht mehr vor.
- Flatrate Im Fachlexikon netzikon.net wird der Begriff Flatrate erklärt: eine pauschale Abrechnung ohne Zeit- oder Volumenbeschränkung im Internet oder Telefon, wobei Provider oft einzelne Ziele ausnehmen.
- Gabelumschalter Der Gabelumschalter ist ein Bauteil an Telefonen, das durch den Telefonhörer ausgelöst wird und bei modernen Geräten kontaktlos realisiert wird.
- Generic Access Profile (GAP) Generic Access Profile (GAP) ist ein Kommunikationsprotokoll für DECT-Telefone, das den herstellerübergreifenden Betrieb von Mobilteilen und Basisstationen ermöglicht.
- Gigabit-Grundbuch Das Gigabit-Grundbuch ist die zentrale Datensammlung des Bundes zu Netzinfrastruktur, Breitbandversorgung und geplantem Ausbau.
- Global System for Mobile Communications / 2G (GSM) 2G ist die zweite Mobilfunkgeneration, technisch GSM. Sie überträgt Sprache leitungsvermittelt und ist in Deutschland weiterhin in Betrieb.
- Hayes-Befehlssatz Der Hayes-Befehlssatz dient der Steuerung von Modems über AT-Kommandos, mit denen Modems konfiguriert und Nummern gewählt werden können.
- Headset Headset bezeichnet eine Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon für Mobiltelefon oder PC, auch in drahtloser Ausführung.
- High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) wird im Mobilfunk eingesetzt und bildet den Uplink für HSDPA.
- Hybrid Fibre Coax (HFC) HFC bezeichnet Kabelnetze aus Glasfaser bis zum Netzknoten und Koaxialkabel zum Anschluss. Die Kapazität teilen sich mehrere Haushalte.
- Hybrides Teilnehmer Anschlusssystem (HYTAS) HYTAS (Hybrides Teilnehmer Anschlusssystem) ist ein von Keymile entwickeltes Telekommunikationssystem, das von der T-Com für Telefonanschlüsse genutzt wird und auf aktiven optischen Komponenten zur Übertragung basiert.
- IMSI-Catcher Der IMSI-Catcher ist ein elektronisches Gerät zum Orten von Mobiltelefonen in einer Funkzelle, das als Man-in-the-Middle-Angriff agiert, indem es eine starke Basisstation simuliert und so Gespräche abhören kann.
- Integrated Services Digital Network (ISDN) Integrated Services Digital Network (ISDN) ist ein Standard für die digitale Telekommunikation.
- International Mobile Equipment Identity (IMEI) Die International Mobile Equipment Identity (IMEI) ist die eindeutige, hardware-kodierte Seriennummer eines GSM-Endgerätes, die beim Diebstahl gesperrt werden kann, aber selten gesperrt wird.
- International Mobile Subscriber Identity (IMSI) Die IMSI identifiziert ein Teilnehmerverhältnis im Mobilfunknetz. Sie ist auf der SIM gespeichert und höchstens 15 Ziffern lang.
- Kabelpflug Der Kabelpflug ist ein spezielles Gerät zur grabenlosen Verlegung von Erdkabeln, insbesondere für die Primärverkabelung und den Breitbandausbau. Er zieht ein Schwert durch den Boden, das einen Schlitz aufreißt, legt das Kabel in die gewünschte Tiefe und schließt den Spalt wieder.
- Kabelverzweiger (KVz) Der Kabelverzweiger ist der graue Verteilerkasten am Straßenrand. Er verbindet das Zuführungskabel mit den Leitungen zu den Grundstücken.
- Kermit Kermit ist ein von der Universität Columbia entwickeltes Protokoll zum interaktiven oder script-gesteuerten Filetransfer, das für fast alle Plattformen verfügbar ist.
- Link Access Procedure D (LAPD) Link Access Procedure D (LAPD) ist das nach CCITT Q.921 standardisierte Layer-2-Protokoll für die Datenübertragung im D-Kanal von ISDN.
- Local Craft Terminal (LCT) Das Local Craft Terminal (LCT) ist eine lokale Bedieneinheit von Telekommunikationsgeräten zum Abrufen von Statusanzeigen oder Durchführen von Konfigurationsänderungen, ausgeführt als PC, VT100-Terminal oder Schnittstelle.
- Long Term Evolution / 4G (4G) LTE ist die vierte Mobilfunkgeneration. Sie überträgt ausschließlich paketvermittelt und benötigt für Sprache ein eigenes Verfahren.
- Massenverkehr zu bestimmten Zielen (MABEZ) MABEZ (Massenverkehr zu bestimmten Zielen) bezeichnet telefondienstbasierte Mehrwertdienste, wie etwa die Abstimmung per Telefon bei Fernsehsendungen (Televoting), wofür in Deutschland häufig 0137-Rufnummern genutzt werden.
- Mean Opinion Score (MOS) Der Mean Opinion Score (MOS) bewertet die Qualität von Sprachübertragungen in fünf Stufen, normiert durch ITU-T P.800, und erreicht im Festnetz (ISDN) Werte von 4 bis 4,5 sowie bei Mobiltelefonen etwa 3,5 bis 4.
- Microcom Networking Protocol (MNP) Microcom Networking Protocol (MNP) ist ein von Microcom Inc. entwickeltes Protokoll für Fehlerkorrektur und Datenkompression bei Modems.
- Mobile Station International Subscriber Directory Number (MSISDN) Die MSISDN ist die wählbare Rufnummer eines Mobilfunkanschlusses nach E.164. Sie ist nicht auf der SIM gespeichert, sondern im HLR.
- Multiple Subscriber Number (MSN) MSN (Multiple Subscriber Number) bezeichnet bei ISDN-Anschlüssen mehrere verfügbare Rufnummern, die der Kunde einzelnen Geräten oder Diensten zuordnen kann.
- Nationale Teilnehmerrufnummern (NTR) Nationale Teilnehmerrufnummern (NTR) mit der Vorwahl 032 sind offizielle Rufnummern für die Internet-Telefonie (VoIP) im nationalen Nummernraum nach ITU-Empfehlung E.164, bestehend aus Dienstekennzahl 32 und einer Teilnehmerrufnummer mit Blockkennung und Endnummer.
- Network Termination for Basic Rate Access (NTBA) Der NTBA (Network Termination for Basic Rate Access) terminiert die Telefonleitung im ISDN-Netz auf der Kundenseite und wird netzseitig über eine Kupferdoppelader mit UK0-Schnittstelle gespeist.
- Network Termination for Primary Rate Multiplex Access (NTPM) Die Abkürzung NTPM steht für Network Termination for Primary Rate Multiplex Access, den Netzabschluss für ISDN-Primärmultiplexanschlüsse mit einer kundenseitigen S2M-Schnittstelle.
- Netz-Terminationspunkt Breitbandanschluss (NTBBA) NTBBA (Netz-Terminationspunkt Breitbandanschluss) bezeichnet bei der Deutschen Telekom das DSL-Modem als Netzeabschlussgerät.
- New Generation Operations Support System (NGOSS) NGOSS (New Generation Operations Support System) ist ein Framework für die Telekommunikationsindustrie zur Standardisierung von Betriebs- und Geschäftsprozessen.
- On Hook On Hook bezeichnet einen aufgelegten Telefonhörer, bei dem der Gabelumschalter betätigt ist.
- Optical Carrier Level (OC) Optical Carrier Level (OC) bezeichnet in SONET standardisierte Übertragungsraten für optische Glasfaserlinks.
- Optical Network Unit (ONU) Die Optical Network Unit (ONU) ist ein teilnehmerseitiger optischer Netzabschluss in Telekommunikationsnetzen.
- Optische Anschlussleitung (OPAL) Optische Anschlussleitung (OPAL) ist eine von der Deutschen Telekom genutzte Glasfasertechnik, die vor allem in den neuen Bundesländern und Berlin eingesetzt wurde. Da DSL Kupferverkabelung erfordert, kann in OPAL-Regionen nicht einfach DSL bereitgestellt werden, doch T-Com versucht dort ADSL zu schalten.
- Original Transmitter Identification (OTI) Original Transmitter Identification (OTI) ist die Absenderkennung eines Fax-Geräts. Sie wird bei jedem Fax übermittelt, ist aber durch freie Einstellung kein Beleg für die Authentizität.
- Ortsnetzbereich Ein Ortsnetzbereich ist das geografische Gebiet, dem eine Ortsnetzkennzahl zugeordnet ist. In Deutschland gibt es rund 5.200 davon.
- Ortsnetzkennzahl (ONKZ) Die Ortsnetzkennzahl (ONKZ) ist die Ziffernfolge für ein Ortsnetz in der Telefonie, die auch als Vorwahl bezeichnet wird, beispielsweise 030 für Berlin.
- Packet Switched Data Network (PSDN) Ein Packet Switched Data Network (PSDN) ist ein paketvermitteltes Datennetz, zu dem unter anderem X.25 gehört.
- Payphone Recognition Tone (PRT) Der Kuckuckston soll unerwünschte R-Gespräche von Münztelefonen und Kartentelefonen vermeiden.
- Plain Old Telephone Service (POTS) Plain Old Telephone Service (POTS) bezeichnet das analoge Telefonnetz und steht für traditionelle Telefonie über Kupferleitungen.
- Plesiochrone Digitale Hierarchie (PDH) Die Plesiochrone Digitale Hierarchie (PDH) ist eine Multiplextechnik für die Datenübertragung über WAN-Strecken, die Schwankungen mit Stopfbits ausgleicht und heute nur noch selten eingesetzt wird.
- Portierungskennung Die Portierungskennung ordnet eine portierte Rufnummer dem Zielnetz zu. Sie hat das Format Dxxx und wird von der Bundesnetzagentur vergeben.
- Preselection Preselection bezeichnet die Voreinstellung eines Telefonanschlusses auf einen bestimmten Provider, über den alle Telefonate abgewickelt werden. Der aktuelle Anbieter kann über die Testrufnummern 0310 und 0311 abgefragt werden.
- Primary Rate Interface (PRI) Primary Rate Interface (PRI) ist ein ISDN-Interfacetyp mit einem D-Kanal und 23 (T1) oder 30 (E1) B-Kanälen zu je 64 kBit/s, entsprechend Datenraten von 1,544 MBit/s (T1) oder 2,048 MBit/s (E1).
- Private Automatic Branch Exchange (PABX) Private Automatic Branch Exchange ist ein englischer Begriff für eine Telefonanlage.
- Private Branch Exchange (PBX) Private Branch Exchange (PBX) ist der englische Begriff für eine Telefonanlage bzw. TK-Anlage zur Vermittlung von Gesprächen innerhalb eines Unternehmens und zum öffentlichen Telefonnetz.
- Q-interface signalling protocol (QSIG) QSIG (Q-interface signalling protocol) ist ein Signalisierungsprotokoll für die Kommunikation zwischen TK-Anlagen und ermöglicht die anlagenübergreifende Nutzung von Leistungsmerkmalen.
- Roaming Roaming bezeichnet in der Telekommunikation die Nutzung fremder Netze mit dem eigenen Endgerät, etwa eines deutschen Mobiltelefons in einem spanischen Funknetz, und erfordert ein Roaming-Abkommen zwischen den Netzbetreibern; auch der Übergang zwischen Access Points in WLANs wird so genannt.
- Rufnummern für Mobile Dienste Rufnummern für Mobile Dienste liegen in den Bereichen 015, 016 und 017.
- Rufnummerngasse Eine Rufnummerngasse umfasst alle Telefonnummern mit gleicher Ziffernfolge. Sie wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur verwaltet und umfasst Kreise wie 010xy Verbindungsnetzbetreiber oder 0800 FreePhone.
- Rufnummernportierung Beim Wechsel des Telekommunikationsanbieters unter Beibehaltung der bestehenden Rufnummer wird eine Rufnummernportierung durchgeführt.
- Röchelschaltung Röchelschaltung ist ein Begriff aus der Telefontechnik, bei der sofort nach dem Abheben des Hörers eine Verbindung zu einer vorher festgelegten Nummer wie Notruf oder Hotline hergestellt wird.
- Satellitentelefon Ein Satellitentelefon kommuniziert direkt mit einem Satelliten und ermöglicht Nutzung außerhalb von GSM-Netzen. Anbieter sind Iridium, Thuraya, Globalstar, Inmarsat und Ellipso.
- Sea-Me-We 3 Sea-Me-We 3 ist ein transkontinentales Seekabel von Westeuropa über Ägypten und Indien nach Korea mit einer Stichleitung nach Australien, das 39 Länder über 39 Landing Points verbindet und eine Länge von 39.000 Kilometern hat.
- Seamless Rate Adaption (SRA) Seamless Rate Adaption (SRA) ermöglicht die nahtlose Anpassung der Bandbreite einer Netzwerkverbindung, um auf Veränderungen der Übertragungsqualität zu reagieren, und wird unter anderem von ADSL2 und VDSL2 genutzt.
- Session Initiation Protocol (SIP) SIP (Session Initiation Protocol) ist ein Signalisierungsprotokoll für den Aufbau, die Steuerung und den Abbau von Kommunikationssitzungen in Voice over IP (VoIP).
- Session Initiation Protocol Secure (SIPS) Session Initiation Protocol Secure (SIPS) ist eine verschlüsselte Variante von SIP, die zur Signalisierung bei VoIP genutzt wird und die Verbindung zwischen SIP-Telefon und SIP-Server mittels TLS/SSL schützt.
- Signaling System 7 (SS7) SS7 (Signaling System 7) ist ein Signalisierungssystem im Telefonnetz, das den Nachrichtenaustausch zwischen Vermittlungsstellen steuert.
- Spezifische Absorptionsrate (SAR) Die Spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt die Absorption elektromagnetischer Felder in biologischem Gewebe an. Der SAR-Wert wird in W/kg gemessen, bei einem empfohlenen Grenzwert von 2,0 W/kg.
- Splitter Splitter (auch Tap genannt) wird verwendet, um einen Sniffer oder ein IDS in eine Netzwerkverbindung einzuschleifen und Daten aus beiden Übertragungsrichtungen abzugreifen.
- Strukturierte Verkabelung Strukturierte Verkabelung erklärt: Primär-, Sekundär- und Tertiärbereich, die 90-Meter-Regel, Kategorien von Cat 5e bis Cat 8, Schirmung und Abnahmemessung.
- Symmetric High-Bitrate Digital Subscriber Loop (SHDSL) SHDSL (Symmetric High-Bitrate Digital Subscriber Loop) ist ein symmetrisches DSL-Verfahren zur Datenübertragung über Kupferdoppeladern mit bis zu 2,3 MBit/s pro Adernpaar bzw. 4,6 MBit/s bei zwei Adernpaaren.
- Synchrone Digitale Hierarchie (SDH) Die Synchrone Digitale Hierarchie (SDH) ist eine standardisierte Multiplextechnik für synchrone Weitverkehrsnetze und löste die PDH-Technik ab.
- Synchronous Optical Network (SONET) Synchronous Optical Network (SONET) ist ein Standard für die optische Datenübertragung, dessen Hierarchie mehrere Optical Carrier (OC) Level definiert.
- Systemtelefon Ein Systemtelefon ist ein an eine Telefonanlage gebundenes Endgerät, dessen Funktionen mit der TK-Anlage eines Herstellers abgestimmt sind. Die Anbindung erfolgt über die Schnittstellen Up0 oder S0.
- Teilnehmeranschlussleitung (TAL) Die TAL ist die Kupferdoppelader vom Verteiler zum Anschluss. Ihr regulierter Zugang war die Grundlage des DSL-Wettbewerbs in Deutschland.
- Telefax (Fax) Telefax (Fax) ist eine Technik zur Übertragung von Papierseiten übers Telefonnetz. Fast alle Geräte entsprechen der Gruppe 3 (G3) mit 9600 oder 14.400 kbit/s.
- Telekommunikations-Anschluss-Einheit (TAE) TAE (Telekommunikations-Anschluss-Einheit) ist die in Deutschland genormte Anschlussdose für analoge Telefonanschlüsse und DSL. Sie wurde von der Deutschen Bundespost eingeführt und ist in DIN 41715 standardisiert.
- Telekommunikationselektroniker Telekommunikationselektroniker ist ein deutscher Lehrberuf mit einer Ausbildungsdauer von 3,5 Jahren. Der Begriff fasst die berufliche Qualifikation in der Kommunikationstechnik zusammen.
- Telekommunikationsgesetz (TKG) Das TKG regelt Telekommunikation in Deutschland — von Marktregulierung über Nummerierung und Frequenzen bis zum Kundenschutz.
- Terminal Endpoint Identifier (TEI) Der Terminal Endpoint Identifier (TEI) ist eine 7 Bit lange Layer 2-Adresse im ISDN für die Kommunikation zwischen Vermittlungsstelle und Endgeräten, mit Werten von 0 bis 127 und unabhängig von der Rufnummer.
- Up0 (Up0) Up0 ist eine Zweidrahtschnittstelle für Systemtelefone an TK-Anlagen. Sie überträgt ISDN-Kanäle über deutlich größere Entfernungen als der S0-Bus.
- Verkehrsausscheidungsziffer Die Verkehrsausscheidungsziffer leitet eine Rufnummer außerhalb des eigenen Ortsnetzes ein. In Deutschland ist die 0, ins Ausland die 00.
- Very High Data Rate Digital Subscriber Line (VDSL) VDSL überträgt Daten über die vorhandene Kupferdoppelader. Die erreichbare Datenrate hängt unmittelbar von der Leitungslänge ab.
- Very Small Aperture Terminal (VSAT) VSAT (Very Small Aperture Terminal) bezeichnet ein kleines System zur Datenübertragung über Satelliten und wird im Fachlexikon für Netzwerk- und Kommunikationstechnik erläutert.
- Voice Activity Detection (VAD) VAD erkennt, ob gerade gesprochen wird. In Sprechpausen wird die Übertragung ausgesetzt und Bandbreite eingespart.
- Voice over IP (VoIP) VoIP (Voice over IP) bezeichnet die Sprachübertragung über das Internet-Protokoll, wobei Sprachdaten mit einem Codec digitalisiert und mittels RTP übertragen werden.
- Vorwahl Vorwahl ist der umgangssprachliche Begriff für die Ziffern vor der Teilnehmerrufnummer — geografisch, mobil oder international.
- Vorwahlen in Österreich In Österreich heißt die Vorwahl amtlich Bereichskennzahl. Sie ist ein bis vier Ziffern lang, und ihre erste Ziffer folgt weitgehend den Bundesländern.
- XModem XModem ist ein Protokoll zur Datenübertragung auf seriellen Verbindungen und wird bei einigen Geräten auch zum Firmwareupdate über die serielle Konsole verwendet.
- Z-Modem Z-Modem ist ein Datenübertragungsprotokoll für Modems und eine Weiterentwicklung von X-Modem.
- Zwangstrennung Die Zwangstrennung bezeichnet die von Internetprovidern nach 24 Stunden automatisch durchgeführte Trennung der DSL-Verbindung.