Telekommunikation

Telekommunikation umfasst zwei Ebenen, die sich technisch klar trennen lassen: die Übertragung, also Leitung oder Funkstrecke zwischen den Teilnehmern, und die Vermittlung, die entscheidet, wo ein Anruf ankommt und unter welchen Bedingungen. Auf der Übertragungsseite geht es um Anschlusstechnik wie die Teilnehmeranschlussleitung, um Reichweiten und Bandbreiten. Auf der Vermittlungsseite um Signalisierung, Rufnummern und Dienste.

Der deutsche Sprachraum hat hier einen Bruch erlebt, der die Terminologie bis heute prägt. Bis weit in die 2010er Jahre war ISDN der Standard für Geschäfts- und Privatanschlüsse; mit der All-IP-Migration läuft Telefonie inzwischen über SIP und damit über dieselben Netze wie der Datenverkehr. Die Funktionen sind dabei nicht verschwunden. Rufumleitung, Anklopfen oder Rufnummernunterdrückung arbeiten weiter, tragen dieselben Kürzel und heißen in Telefonanlagen unverändert so. Wer heute eine VoIP-Anlage einrichtet, hantiert mit Begriffen aus der ISDN-Zeit - eine Übersicht dazu bieten die Leistungsmerkmale der Telefonie.

Beim Nachschlagen hilft eine zweite Unterscheidung: Manche Funktionen liegen im Netz des Anbieters, andere in der Telefonanlage beim Kunden. Eine Umleitung in der Vermittlungsstelle belegt keinen eigenen Sprachkanal, dieselbe Umleitung in der Anlage schon. Diese Grenze erklärt, warum es zu scheinbar gleichen Funktionen mehrere Begriffe gibt.

Dazu kommen die Randgebiete: Mobilfunk, Satellitentelefonie, drahtlose Endgeräte nach DECT sowie der Ausbau der Zugangsnetze bis hin zu FTTH.

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