Intel

Intel ist der einzige US-Konzern, der Prozessoren sowohl entwickelt als auch in eigenen Fabs fertigt. Mit Intel Foundry öffnet das Unternehmen diese Fertigung seit 2021 für Fremdkunden.

Intel und der Speicher

Intel wurde 1968 gegründet und begann als Speicherhersteller: Das erste Produkt war 1969 ein SRAM, 1970 folgte mit dem 1103 der erste kommerziell erfolgreiche DRAM-Chip, der den Magnetkernspeicher ablöste. 1985 stieg Intel unter dem Preisdruck japanischer Hersteller aus dem DRAM-Geschäft aus und konzentrierte sich auf Prozessoren. Ein zweiter Anlauf mit 3D XPoint (Optane, gemeinsam mit Micron) endete 2022; die NAND-Sparte ging 2021 an SK hynix.

Für den Arbeitsspeicher bleibt Intel trotzdem relevant: Die Speichercontroller in Core- und Xeon-Prozessoren legen fest, welche DDR-Generationen, Taktraten und Kapazitäten ein System unterstützt. Mit XMP hat Intel den De-facto-Standard für Übertaktungsprofile auf DIMMs geschaffen, und als JEDEC-Mitglied wirkt es an DDR5 und den Nachfolgern mit.

Fertigungsstandorte

Die Prozessentwicklung sitzt in Hillsboro, Oregon. Die modernste Volumenfertigung läuft in Chandler, Arizona, wo die 2024 eröffnete Fab 52 den Prozess Intel 18A produziert; Fab 62 auf demselben Gelände ist im Bau. Fab 34 in Leixlip, Irland, fertigt mit EUV in Intel 4 und Intel 3, Kiryat Gat in Israel ältere Nodes. Advanced Packaging findet in Rio Rancho, New Mexico, statt, Montage und Test in Malaysia und Vietnam.

Das 2022 begonnene Werk in New Albany, Ohio, wurde mehrfach verschoben und soll nicht vor 2030 produzieren. Die für Magdeburg geplante Fab mit zwei Modulen und rund 30 Milliarden Euro Investition hat Intel im Juli 2025 endgültig aufgegeben, ebenso ein Testwerk in Polen.

Prozesstechnik

Intel 18A ist der erste Node mit zwei Neuerungen zugleich: RibbonFET (Gate-all-around-Transistoren) und PowerVia, der Stromversorgung über die Wafer-Rückseite. Seit 2025 laufen darauf die Panther-Lake-Prozessoren für Notebooks und der Xeon 6+ (Clearwater Forest); die Ausbeute lag Anfang 2026 nach Analystenangaben über 60 Prozent und steigt. Intel war zudem erster Kunde für High-NA-EUV-Systeme von ASML.

Der Nachfolger Intel 14A soll 2027 folgen. Intel hat die Entwicklung im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen, macht den Kapazitätsausbau aber von festen Zusagen externer Kunden abhängig, die bis Mitte 2027 erwartet werden.

Intel Foundry

Mit der Strategie IDM 2.0 hat Intel 2021 begonnen, seine Fabs als Auftragsfertiger anzubieten. Bisher genannte 18A-Kunden sind Microsoft und AWS, Nvidia hat sich 2025 mit 5 Milliarden US-Dollar beteiligt. Seit August 2025 hält die US-Regierung im Gegenzug für CHIPS-Act-Mittel rund 10 Prozent der Intel-Aktien. Die Foundry ist damit ein industriepolitisches Projekt: Sie ist die einzige Leading-Edge-Fertigung in westlicher Hand außerhalb von TSMC und Samsung.

Bedeutung

Ob Intel 14A Kunden findet, entscheidet über die Zukunft der Foundry und damit über die einzige Alternative zu TSMC bei modernsten Logikchips – auch für die Base-Dies und Controller, an denen HBM und DDR5 hängen.

Mehr zu Speichertypen und Bauformen im RAM-Guide: RAM-Bauformen: Module erkennen und bestimmen

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