Organisationen und Unternehmen

Wer Normen liest, stößt auf ein Geflecht von Organisationen mit überlappenden Zuständigkeiten. Diese Kategorie ordnet sie ein.

Bei der Normung gilt eine grobe Arbeitsteilung: Die IEEE standardisiert die unteren Schichten, insbesondere die 802er-Familie mit Ethernet und WLAN. Die IETF verantwortet die Internetprotokolle und veröffentlicht sie als RFC — ein offener Prozess ohne Mitgliedschaft, bei dem Implementierungen den Vorrang vor Papier haben. ISO und IEC arbeiten gremienbasiert und liefern unter anderem das Schichtenmodell sowie die Verkabelungsnormen, ETSI und ITU decken den Telekommunikationsbereich ab. Die ECMA prägte früh Datenträger- und Sprachstandards.

Bei der Ressourcenverwaltung liegt die Zuständigkeit für Adressen und Namen bei der ICANN und der IANA, regional bei den Registries wie ARIN oder RIPE NCC. Diese Struktur ist keine Normung, sondern Verwaltung knapper Güter — ein wichtiger Unterschied.

Dazu kommen Hersteller und Betreiber, deren Entwicklungen zu Quasi-Standards wurden, sowie Einrichtungen wie das Xerox PARC, aus dem Ethernet hervorging, und Betreiberzusammenschlüsse wie die NANOG.

Schließlich stehen hier Personen, deren Namen als Begriffe fortleben: Tim Berners-Lee als Urheber des World Wide Web, Edsger Dijkstra mit dem Algorithmus hinter jedem Link-State-Routing, Bruce Schneier für kryptographische Grundlagenarbeit.